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Kontrolliertes
Trinken - Mehr Motivation
- weniger Alkohol trinken
Gesprächsführung - Arbeitshilfen - Übungen zum Trinkplan-Methoden AkT: Ambulantes Gruppenprogramm zum Erlernen des kontrollierten Trinkens Weniger ALKOHOL - mehr GESUNDHEIT
Wie
funktioniert das „Ambulante Gruppen
oder - Einzeltrainingsprogramm zum kontrollierten Trinken“
(AkT/EkT)? Die AkT - Gruppe trifft sich im wöchentlichen Abstand an 10 Abenden für je 2 Stunden. Die Gruppenabende laufen in strukturierter Form und auf einer wertschätzenden persönlichen Ebene ab. Ein intensiver und gewinnbringender Austausch in der Gruppe wird von uns gefördert. Die Grundlage dafür sind umfangreiche Arbeits- und Informationsunterlagen, die von Prof. Dr. KÖRKEL und der Projektgruppe kT laufend überprüft und weiterentwickelt werden. Inhalte der 10 Gruppenabende im 14-tägigen Rhythmus oder wahlweise im Einzeltraining
Motivation Sucht Aus- und Fortbildung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer
Thema: Motivation im Suchtbereich Was ist zu beachten?
Von Kunden, Besuchern und Klagenden
Ich möchte noch eine Differenzierung zum Begriff Motivation anbieten, und diese Differenzierung stammt von Steve de Shazer, einem amerikanischen Therapeuten, der sich in einer besondern lösungsorientierten Weise um Suchtkranke in Milwaukee gekümmert hat. Er unterscheidet drei Arten von Motivationen, den Besucher, den Klagenden und den Kunden.
Aus unserer gemeinsamen Erfahrung denke ich, kann ich sagen, dass etwa 98 Prozent der Betroffenen nicht aus sich eine Veränderung erreichen wollen, sondern auf äußeren Druck in die Behandlung oder Gruppen kommen.
Die größte Fehlannahme des Therapeuten oder Helfers ist es, die Geschickten sozusagen als Kunden zu verstehen, die Veränderungen oder Ideen zur Veränderung in der Gruppe oder in der Klinik dankbar annehmen wollen. In der Regel sind sie Besucher oder Klagende. Besucher sind Menschen, die einfach nur mal reinschauen wollen, ohne direkt etwas kaufen zu müssen.
Ein Verkäufer, der einen Besucher mit einem Kunden verwechselt und einen Besucher behandelt wie einen Kunden, ihm also sofort was verkaufen will, verprellt den Besucher und wird damit den Kunden verlieren. Besucher müssen als Besucher behandelt werden. Ihnen kann gezeigt werden, wie das Angebot ist. Sie werden aber nicht überredet, irgend etwas kaufen zu müssen.
Am häufigsten kommen Klagende in unser Geschäft. Sie beklagen sich über die Welt, die Partner, die Familien, die Arbeitgeber und vermeiden damit, nach ihrem eigenen Anteil zu schauen. Doch auch Klagende muss man zunächst einmal klagen lassen, bis man ihnen Stück für Stück klar machen kann, dass sie Täter und nicht Opfer sind, dass sie ihr Leben steuern und nicht erdulden.
Alle Helfer oder Therapeuten, die diese Unterschiedlichkeiten in der Motivation übersehen, verprellen Hilfesuchende schneller, als sie denken, und schlagen Türen zu, von denen sie glauben, dass sie gar nicht offen waren.
Christoph Simon Motivierende
Gesprächsführung
Effektive motivierende Strategien• Ratschläge geben Ratschläge sollten dabei jedoch: • das Problem identifizieren• erklären, warum Veränderung bedeutsam ist, und • eine Veränderung nahe legen Untersuchungen ergaben, dass eine einzige Beratungssitzung in einer Alkoholambulanz genügt, um die Wahrscheinlichkeit einer Behandlungsfortführung von 5% auf 65% zu steigern.• Hindernisse entfernen Beispiel: Zwei Gruppen von Klienten wurden unterschiedlich unterstützt. • Gruppe 1 forderte man zur Teilnahme auf, betonte die Wichtigkeit dieses Besuches und gab Ihnen einen Plan mit den Gruppenterminen und orten. • Die Mitglieder der zweiten Gruppe erhielten systematische Hilfen zur Überwindung von Besuchshindernissen. In Anwesenheit des Klienten telefonierte der Berater mit einem AA-Mitglied, das dann mit dem Klienten sprach und sich bereit erklärte, ihn zum ersten Treffen abzuholen. Sie vereinbarten einen Treffpunkt, und das AA-Mitglied rief am Abend vor dem vereinbarten Treffen nochmals beim Klienten an. • Ergebnis: Alle Teilnehmer der zweiten Gruppe nahmen an der AA-Gruppe teil. Aus der ersten Gruppe kein einziger.• Zudem ist es besser Klienten eine Kurzzeitbehandlung zukommen zu lassen, als sie auf die Warteliste setzen zu lassen. Ein niedrigschwelliger Zugang zu den Hilfesystemen ist sehr wichtig: • Alternativen bereithaltenVeränderungsmotivation wird dann erhöht, wenn sich der Klient zwischen verschiedenen Alternativen entscheiden kann. Standardprogramme im stationären und ambulanten Setting lassen Klienten oft zuwenig Wahlmöglichkeiten. Wenn ein Berater entgegen den Empfindungen und Wünschen des Klienten auf einem einzigen Behandlungsziel besteht, kann das die Motivation und das Ergebnis erheblich beeinträchtigen. • Anreize verringernArbeit mit dem Waage-Modell: Berater tun gut daran, zunächst die positiven Anreize zu identifizieren, die den Klienten veranlassen, sein derzeitiges Verhalten beizubehalten, um in einem nächsten Schritt ein Gegengewicht zu entwickeln. Bewusstsein für die nachteiligen Konsequenzen des Verhaltens verstärken.Wenn das Umfeld Besorgnis ausdrückt, Hilfe anbietet und die negativen Konsequenzen des Problems verstärkt, wird auch die Motivation, sich zu verändern, verstärkt. • Empathie zeigenUnter Empathie verstehen wir eine spezifische und lernbare Fähigkeit, die Mitteilungen anderer Menschen und ihre (nonverbalen) Bedeutungsinhalte mittels aktiven Zuhörens zu verstehen, unabhängig davon, ob man selbst schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder nicht. • Rückmeldung gebenNachuntersuchungen an Alkoholikern, die Informationen über Alkohol und seine Folgen erhielten, zeigten signifikante Langzeitveränderungen im Trinkverhalten. Der Berater sollte dem Klienten eine deutliche Rückmeldung über seine derzeitige Situation geben und ihn über die Konsequenzen bzw. die Risiken seines Verhaltens aufklären. • Ziele klärenWenn der Klient kein klares Ziel vor Augen hat, ist eine Rückmeldung meistens ineffektiv. Ziele müssen für den Klienten realistisch und umsetzbar sein. Ebenso sind Zielformulierungen unbrauchbar, wenn die Person nur unzureichend über ihre gegenwärtige Situation informiert ist. • Aktiv helfenWie sollte man sich verhalten, wenn der Klient nicht zur ersten vereinbarten Sitzung kommt oder nach der ersten nicht wiederkommt? Aktive Hilfe bedeutet hier als Berater (Helfer) selbst die Initiative zu ergreifen und zu prüfen, was dem Klienten passiert sein könnte (telefonisch oder durch eine kurze handschriftliche Mitteilung). Stellen Sie sich vor: Ist es günstiger, den Telefonanruf für den Klienten zu führen, oder sollten Sie die Telefonnummer und den Namen der Einrichtung an die betreffende Person weitergeben und ihr die Verantwortung für den Kontakt überlassen? In einer Vergleichsstudie (Kogan 1957) wurde nachgewiesen, dass diejenigen, denen man nur die Telefonnummer gab, in 37% der Fälle den Kontakt herstellten wenn dies der Helfer übernahm, konnten 82% in die Zielinstitution überwiesen werden. Aktive Hilfe ist in vielen Fällen besser als helferische Abstinenz.Arbeitshilfe KT
Aufgabe: Fertigen Sie sich eine Liste in der u.a. Weise an und tragen Sie alles ein, was Ihnen zu den verschiedenen Feldern einfällt. Die hier angegebene Liste soll dafür als Beispiel dienen. Dann hängen Sie sich diese Liste an verschiedenen Plätzen auf, wo Sie gut sichtbar für sie ist!!!!!!!!!!!!! Was hat mir der Alkohol/das Rauchen gebracht?
Trinkplan1 Kontrolliertes Trinken I
------------------------------------------------------- Was gehört in einen Trinkplan genau hinein?
Trinkplan2 1. Das Muss: Festlegung der Konsummenge• Die wichtigste und unverzichtbare Festlegung in einem Trinkplan ist die Menge an Alkohol, die man trinken möchte.-------------------------------------------------------
2. 3 Zielgrößen haben sich bewährt:a) Wie viel Alkohol möchte ich höchstens pro Tag trinken?b) Wie viel Alkohol möchte ich höchstens in einer Woche trinken? c) An wie vielen Tagen pro Woche möchte ich gar keinen Alkohol trinken? -------------------------------------------------- 3. Zwei Bezugsgrößen für die Trinkmenge sind zu beachten
Übungen: Klopfpunkte gegen Suchtdruck helfen schnell und exakt. Halten Sie sich genau an die von mir erstellte Anweisung und führen Sie die Schritte in der angegebenen Reihenfolge durch. Hilft garantiert auch bei Skeptikern! Führen Sie die Klopf-Sequenz so oft durch, bis der Suchtdruck auf der Skala bei 0 ist Die Geheimtechnik um den Suchtdrang nach dem Callahan-Prinzip aufzulösen und erfolgreich zu verringern
1 = JB 2 = SB 3 = UA
4 = KF 5 = UA 6 = SB 1 = JB
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